Verena Rossbacher über ihren Roman „Schwätzen und Schlachten“

Wann ist der Mann ein Mann?

„Männlichsein ist, glaube ich, gar nicht so einfach“, sagt Verena Rossbacher im domradio.de Interview: „Männer neigen mehr zum Fanatismus. Wenn sie etwas tun, dann tun sie das mit Verve und mit ihrem ganzen Herzen, und das macht natürlich die Chance viel größer, dass sie grandios daran scheitern und sich lächerlich machen“. In ihrem neuen Roman „Schwätzen und Schlachten“ erzählt Rossbacher die Geschichte von drei Männern, drei Hallodris in Berlin.

Verena Rossbacher / © Sarah Schlatter
Verena Rossbacher / © Sarah Schlatter

Drei junge Männer schlagen sich durch – in Berlin. Einer studiert Germanistik ein anderer macht irgendetwas mit Medien. Er schreibt seltsame Texte, von denen einer „Schlachten. Ein Alphabet der Indizien“ heißt. „Nun finden die beiden Freunde diesen Text“, erzählt Verena Rossbacher: „und sie einigen sich schließlich darauf, dass das, was da passiert, etwas ist, was noch passieren wird - nämlich ein Mord und der, der ihn plant, ihr dritter Kumpel ist, und darauf beschließen sie, ihn zu beschatten und den Mord zu verhindern“.

So ist „Schwätzen und Schlachten“ auch ein Buch, das die Frage nach der Gewichtigkeit der Worte und die Bedeutung des Erzählens stellt. „Das Wort ist Fleisch geworden“, zitiert die Autorin in ihrem Roman die Bibel: „Gedacht, gesagt und getan“. Die Geschichte der drei Kumpels in Berlin wird mit einer großen Lust an der Abschweifung erzählt, es geht um skurrile auch komische Begebenheiten und um einen Lektor, der die Autorin warnt, dass ihr die ganze Geschichte über den Kopf wachsen könnte. Ihre Antwort: „Absolut, sagte ich, absolut.“


Verena Rossbacher / © Sarah Schlatter
Verena Rossbacher / © Sarah Schlatter