23.08.2005

Nachrichtenarchiv 24.08.2005 00:00 Ärzte fordern Untersuchungen für Kinder als Pflicht

Um Kindesmißhandlungen abzuwenden, haben Ärzte haben eine gesetzliche Pflicht zur medizinischen Vorsorge gefordert. Der Tod der siebenjährigen Jessica aus Hamburg, für den sich die Eltern derzeit vor Gericht verantworten müssen, hätte durch eine verpflichtende Vorsorge möglicherweise verhindert werden können. Das erklärte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte heute in Köln. Durch vorgeschriebene regelmäßige Untersuchungen könnten Kinder und Jugendliche besser vor Vernachlässigung und Mißhandlung geschützt werden. Auch körperliche und seelische Fehlentwicklungen könnten so entdeckt und behandelt werden. Um möglichst viele Eltern zu veranlassen, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen, solle beispielsweise das Kindergeld oder die Vergabe von Kindergartenplätzen daran gekoppelt werden.