16.08.2005

Nachrichtenarchiv 17.08.2005 00:00 Zentrum gegen Vertreibungen: offenbar Ende der Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen dem Bund der Vertriebenen und der katholischen Kirche in Berlin stehen offenbar vor dem Abbruch. Es geht darum, ein "Zentrum gegen Vertreibungen" in der Sankt Michaelskirche in Berlin-Mitte zu errichten. Die Generalsekretärin des Bundes, Michaela Hriberski, erklärte heute, Verhandlungen machten keinen Sinn, wenn das Erzbistum Berlin auf absehbare Zeit eine dauerhafte Gedenkstätte in der Kirche ausschließe. Der Berliner Erzbischof Georg Sterzinsky stimmt dem Zentrum nur dann zu, wenn es darüber einen gesellschaftlichen Konsens gibt. Kritiker des Zentrums fürchten, dort werde die Geschichte der deutschen Vertriebenen einseitig darstellen.