10.08.2005

Nachrichtenarchiv 11.08.2005 00:00 Welle der Empörung über Stoiber-Äusserung

Nach seinen Äußerungen über ostdeutsche Wähler schlägt über CSU-Chef Stoiber eine Welle der Empörung zusammen. Bundestagspräsident Thierse sagte, er wolle Stoiber daran erinnern, dass die Stimme jedes Deutschen das gleiche Gewicht habe, egal ob Bayer oder Sachse.  Die CDU-Spitze hüllt sich bisher zwar noch in Schweigen, aber ostdeutsche Politiker machten ihrem Unmut Luft. So auch der Bundestagsabgeordnete Nooke, sein Bezirk liegt in Berlin Pankow. Er sagte im domradio, mit diesen Äusserungen käme Stoiber für einen Regierungsposten nicht in Betracht. Der grüne Spitzenkandidat Fischer fragte, ob Stoiber damit die Kanzlerkandidatin der Union, CDU-Chefin Merkel, zertrümmern wolle und verlangte eine Entschuldigung Stoibers bei den Ostdeutschen. Nur von der CSU gibt es Rückhalt. Bayerns Innenminister Beckstein und Generalsekretär Söder sprechen von einer Fehlinterpretation, Stoiber habe das Linksbündnis von PDS und WASG kritisieren wollen.