13.07.2005

Nachrichtenarchiv 14.07.2005 00:00 Kölner Dom: Bundesregierung befürchtet außenpolitischen Schaden

Die Bundesregierung hat den Verbleib des Kölner Doms auf der UNESCO-Welterbeliste begrüßt und die Verantwortlichen zu einer dauerhaften Lösung aufgerufen. Es gehe darum, außenpolitischen Schaden abzuwenden, sagte Außenstaatsministerin Müller in Berlin. Eine Streichung hätte das Ansehen Deutschlands "schwer beschädigt". Nun sollten die Verantwortlichen die letzte Gelegenheit nutzen, bis zum nächsten Jahr eine akzeptable Lösung zu finden, forderte Müller. Das Welterbe-Komitee hatte gestern im südafrikanischen Durban beschlossen, die endgültige Entscheidung über einen Verbleib des Doms auf der Liste um ein Jahr zu vertagen. Die Kathedrale, die1996 zum Welterbe erklärt worden war, wurde vor einem Jahr auf die "rote Liste" des bedrohten Welterbes genommen. Grund sind umstrittene Hochhauspläne auf der anderen Rheinseite.