28.06.2005

Nachrichtenarchiv 29.06.2005 00:00 SPD würdigt Kompromiss zu § 218 als Meilenstein

Die geltende Regelung des Schwangerschaftsabbruchs hat sich nach Ansicht der SPD als "tragfähig" erwiesen. Zum zehnten Jahrestag der Verabschiedung der 218-Reform durch den Bundestag sprach SPD-Schatzmeisterin Wettig-Danielmeier von einem "historischen Durchbruch" für die Selbstbestimmung der Frau. Das Recht gilt seit 1. Oktober 1995 und sieht im Kern vor, dass Abbrüche straffrei bleiben, wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind und die Frau vorher auf den Lebensschutz hin beraten wurde. Den Ausstieg der katholischen Kirche aus der staatlichen Schwangerschaftskonfliktberatung Anfang 2001 bewertete sie als Rückschlag, dennoch habe sich die Zahl der Abbrüche "allen Befürchtungen zum Trotz" seit 1996 nicht erhöht.