Und um es ganz kurz zu sagen: Seine Themen darauf sind Liebe, Tod, Alkohol und Religion. Uns interessiert natürlich vor allem Letzteres, die Religion. Unter den insgesamt 13 Titeln gibt es keine Anbetungslieder oder so etwas, aber eben Songs, in denen er sich ganz subtil Gedanken über Gott macht. „Holy Road" ist so ein Song. Darin steckt auch ein wenig Verzweiflung: „Ich weiß nicht, wo ich beginnen soll, weil Deine Worte so viele Stimmen haben", heißt es darin. Eine nicht ganz unverständliche Perspektive, wenn man sich überlegt, wie unglaublich viele Gruppierungen das Christentum zu bieten hat. Und dann gibt's noch die Textzeile „Geht's Dir nur darum zu spüren, dass unsere Liebe für Dich echt ist?", also die Frage, was Gott eigentlich von uns Menschen will. Bruce Guthro heißt der Schöpfer dieser Gedanken. Sein neues Album: „Beautiful life", und darauf eben dieser Song hier: Holy road.
Holy road
Bruce Guthro
400 Leute standen Ende der 90er Jahre bei der schottischen Band Runrig auf der Matte. Grund war damals der Ausstieg von Donnie Munro: Der Sänger, der mit seiner Stimme jahrelang den Charakter der Band ausgemacht hatte. Dass es für ihn überhaupt einen würdigen Nachfolger geben würde, schien fast unmöglich, aber dann kam schließlich ein Mann aus Kanada: Bruce Guthro sein Name. Er überzeugte die Band und stach die anderen 400 Bewerber aus. Bis heute ist er der Sänger von Runrig, und was viele nicht wissen: In seiner Heimat Kanada ist er auch als Solist ein großer Star. Nun erscheint zum ersten Mal ein Solo-Album von Bruce auch in Deutschland. "Beautiful Life" heißt das.
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