10.06.2005

Nachrichtenarchiv 11.06.2005 00:00 Alleinerziehende fordern neues Steuerrecht

Der Bundesverband Alleinerziehender fordert, das Steuerrecht zugunsten von Familien grundlegend neu zu ordnen. Subventionen für kinderlose Paare mit hohem Einkommen wie das Ehegattensplitting müssten abgeschafft werden. Statt dessen solle es existenzsichernde Steuerfreibeträge für Erwachsene und Kinder geben. Das sagte die Bundesvorsitzende Edith Schwab am Freitag zum Auftakt der diesjährigen Delegiertentagung in Potsdam. Notwendig sei zudem ein Kindergeld in Höhe des derzeit auf 450 Euro festgelegten Existenzminimums. Durch das geltende Steuerrecht trügen Ein-Eltern-Familien ein deutlich höheres Armutsrisiko, kritisierte Schwab. - Bundesweit gibt es derzeit etwa 2,4 Millionen Alleinerziehende mit rund drei Millionen Kindern unter 18 Jahren.