27.05.2005

Nachrichtenarchiv 28.05.2005 00:00 Mediziner fordern Ausweitung von Organspenden

Mediziner und Sozialethiker haben auf dem Kirchentag in Hannover eine Ausweitung der gesetzlichen Möglichkeiten für Organspenden Lebender gefordert. Auch nachbarschaftliche Beziehungen sollten einbezogen werden, so der Hamburger Medizinethiker und Psychotherapeut Klaus Dörner. So genannte Überkreuzspenden könne zwei Paaren die wechselseitige Organtransplantation ermöglichen, falls eine Blutgruppen-Unverträglichkeit vorliege. Nach dem seit 1997 gültigen Transplantationsgesetz dürfen von Lebenden nur Organe an Verwandte ersten und zweiten Grades, Ehegatten oder Verlobte übertragen werden. Zu diesem Kreis werden auch Menschen gezählt, die dem Spender persönlich besonders nahe stehen.