29.04.2005

Nachrichtenarchiv 30.04.2005 00:00 HRW: USA verstoßen weiterhin gegen Folterverbot

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat der US-Regierung vorgeworfen, Schlüsselinformationen für die Aufklärung von Folter und Misshandlungen von Gefangenen zurückzuhalten. Besonders die Rolle von Verteidigungsminister Rumsfeld und dem ehemaligen CIA-Direktor Tenet müsse durch einen Sondergutachter untersucht werden, forderte HRW in New York. Die vor  einem Jahr bekannt gewordenen Misshandlungen, Erniedrigungen und Demütigungen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib seien nur die "Spitze des Eisbergs". HRW wirft der US-Führung vor, noch immer in Afghanistan, in Guantanamo Bay und in anderen "geheimen Gefängnissen" gegen internationale Standards und das Folterverbot zu verstoßen. Zudem kritisieren die Menschenrechtler, dass Washington zwischen 100 und 150 Verdächtige in Staaten des Mittleren Ostens abgeschoben habe, in denen Folter verbreitet sei.