27.04.2005

Nachrichtenarchiv 28.04.2005 00:00 Kritik an deutscher Hilfe für Bildung in Entwicklungsländern

Deutschland setzt sich deutlich schlechter als andere Industriestaaten für Grundschulbildung in Entwicklungsländern ein. Das ist das Ergebnis einer Studie von internationalen Hilfsorganisationen. Die Bundesregierung gebe derzeit nur 1,43 Prozent ihrer Entwicklungshilfe für das UN-Millenniumsziel aus, bis 2015 allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Statt Geld für den Bau von Schulen, Unterrichtsmaterialien oder die Ausbildung von Lehrern bereitzustellen werde zu viel für Seminare, Gutachtertätigkeiten oder Modellprojekte ausgegeben. Außerdem wurde kritisiert, dass es noch immer keinen Zeitplan für die international vereinbarte Erhöhung der Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Brutto-Nationaleinkommens gebe.