31.03.2005

Nachrichtenarchiv 01.04.2005 00:00 Kirchen und Politiker: Konsequenzen aus Fall Schiavo ziehen

Politiker und Kirchen in Deutschland haben gefordert, Konsequenzen aus dem Fall der gestorbenen Wachkoma-Patientin Terri Schiavo zu ziehen. Mit dem Tod der 41-Jährigen sei die Grenze zur Euthanasie erreicht worden, so der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht in der modernen Medizin", Hüppe. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Huber, sagte, es habe keine eindeutig nachvollziehbare Willensentscheidung vorgelegen. Deshalb hätte für ihn die Fürsorge für das Leben Vorrang gehabt. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, erklärte in Bonn, das Verhungernlassen eines Menschen sei "ethisch nicht erlaubt". Der Tod Schiavos sei ein "alarmierendes Zeichen für den Schutz des Lebens".