25.03.2005

Nachrichtenarchiv 26.03.2005 00:00 Ratzinger: Christen müssen Hoffnungsträger für die Welt sein

Kurienkardinal Ratzinger hat in den von ihm verfassten Kreuzwegmeditationen zur Solidarität mit leidenden Menschen aufgerufen. Ausdrücklich warnte Ratzinger vor einer Verharmlosung des Bösen und forderte dazu auf, "jene falsche Freiheit zu durchschauen", die den Menschen von Gott wegtreibe. Ausdrücklich rief Ratzinger zur Achtung der Menschenwürde auf und warnte vor Grenzüberschreitungen in der Wissenschaft. Der Mensch dürfe sich nicht zu einem "Vorratslager" degradieren, mahnte er mit Blick auf das Klonen. Zugleich setzte er sich kritisch mit dem Zustand der Kirche auseinander: Sie erscheine heute oft wie ein sinkendes Boot und wie ein Ackerfeld mit mehr Unkraut als Weizen. Die Christen müssten wieder verstärkt Hoffnungsträger für die Welt werden.