23.02.2005

Nachrichtenarchiv 24.02.2005 00:00 Lehrerverband fordert Islamkunde an öffentlichen Schulen

Die Düsseldorfer Landesregierung steht weiter hinter der Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen. Solange es aber keine islamische Religionsgemeinschaft als Ansprechpartner gebe, sei das rechtlich unmöglich. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung, VBE, forderte nachdrücklich die Ausweitung der Islamkunde, solange die Gerichte nicht endgültig entschieden hätten. Islam-Unterricht gehöre an öffentliche Schulen statt an Koranschulen, wo niemand kontrollieren könne, ob fundamentalistisches Gedankengut vermittelt werde, erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. Gestern hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung über Islamunterricht an Schulen in NRW wieder ans Oberverwaltungsgericht nach Münster zurückverwiesen.