13.02.2005

Nachrichtenarchiv 14.02.2005 00:00 Ost-Kongo: zehntausende Menschen auf der Flucht

Im Osten des Kongo sind nach UN-Angaben erneut zehntausende Menschen auf der Flucht. Nach Kämpfen in der Provinz Ituri hätten mehr als 80.000 Menschen ihre Dörfer verlassen. Eine neue humanitäre Krise sei zu befürchten. Ursache sind wieder aufflackernde Kämpfe zwischen Milizen zweier Stämme, die über die Kontrolle der Bodenschätze in der Region streiten. Auch die Nachbarländer Ruanda und Uganda verfolgen eigene Interessen. Die Lage in Ituri ist extrem instabil - trotz der Anwesenheit von UN-Friedenstruppen und eines vor zwei Jahren geschlossenen Friedensabkommens. Seit 1999 wurden nach Schätzungen mehr als 50.000 Menschen in der Provinz getötet.