29.01.2005

Nachrichtenarchiv 30.01.2005 00:00 Wahlen im Irak von Anschlägen begleitet

Zahlreiche Anschläge überschatten die Wahlen im Irak. Dabei sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. In dem Land sind heute zum ersten Mal seit fast 50 Jahren rund 14 Millionen Menschen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die gefährlichste Waffe der Extremisten im Irak sind Selbstmordattentäter, die sich als Wähler ausgeben und ihre Sprengsätze vor den Wahllokalen zünden. In mindestens einem Fall wurde ein Attentäter von Sicherheitskräften vor dem Wahllokal aufgehalten. Sie konnten aber nicht verhindern, daß sich der Mann in die Luft sprengte und einen Polizisten mit in den Tod riß. In Bagdad und in Ballath schossen die Extremisten zudem Granaten auf Wahllokale ab. In einigen Städten um Bagdad, dem Zentrum des Aufstandes gegen die amerikanischen Besatzer, wurden die Wahllokale am Morgen erst gar nicht geöffnet. In anderen Landesteilen stehen die Wähler dagegen vor der Urnen Schlange. Besonders die Schiiten im Süden und die Kurden im Norden sind hoch motiviert.