28.01.2005

Nachrichtenarchiv 29.01.2005 00:00 GfbV: Große Mehrheit der Menschen im Irak begrüßt Wahlen

Anläßlich der ersten freien Wahlen im Irak am Sonntag ruft die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) noch einmal die Verbrechen des Regimes von Saddam Hussein in Erinnerung. Hunderttausende Menschen hat das Regime von 1968 bis 2003 ermordet. Fast alle Nationalitäten und Religionsgemeinschaften im Irak waren betroffen. Deshalb begrüße eine große Mehrheit der Bevölkerung die Möglichkeit, erstmals die Zukunft ihres Landes mitzugestalten. Die Vielfalt der kandidierenden Parteien gebe den ethnischen, religiösen und sozialen Pluralismus der irakischen Bevölkerung wieder. Forderungen richtete die Gesellschaft für bedrohte Völker an die künftige irakische Regierung. Insbesondere die Selbstverwaltung Kurdistans und der konsequente Schutz der Minderheiten sei lebensnotwendig für den Staat. Überdies müsse die Europäische Union die Türkei daran hindern, militärisch gegen den kurdischen Nordirak vorzugehen.