17.11.2004

Nachrichtenarchiv 18.11.2004 00:00 Darfur braucht Waffenembargo und wirtschaftliche Hilfe

Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat vom UN-Sicherheitsrat ein umfassendes Waffenembargo gegen den Sudan gefordert. Die Lage in der sudanesischen Region Darfur sei dramatisch, sagte die Ministerin heute. Im Krisengebiet versuchen Caritas und Diakonie eine Grundversorgung aufrecht zu erhalten. Rainer Lang von der Diakonie Katastrophenhilfe sagte im domradio: Um die Krise langfristig zu verändern, sei es notwendig, die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Denn der Konflikt sei im Grunde ein wirtschaftlicher Konflikt, der sich schon seit Jahren abgezeichnet habe. Das Vordringen der Wüste durch die Veränderung des Klimas mache das verfügbare Land immer knapper. Also handele es sich auch um einen Verteilungskampf um Ressourcen. Die Menschen bräuchten wirtschaftliche Hilfe, sonst werde sich der Konflikt immer weiter zuspitzen. - In Darfur haben arabische Banden seit dem Frühjahr mehr als 1,2 Millionen Menschen vertrieben. Die Zahl der Todesopfer wird mittlerweile auf über 70.000 geschätzt. Unterdessen sagten die sudanesische Regierung und die Rebellen im Südsudan zu, bis zum Jahresende einen Friedensvertrag abzuschließen.