12.11.2004

Nachrichtenarchiv 13.11.2004 00:00 Nach Arafats Tod: Hoffen auf einen Staat Palästina

Nach der Beerdigung von Palästinenserpräsident Arafat will die internationale Gemeinschaft den Nahost-Friedensprozeß wieder beleben. US-Außenminister Powell will in Kürze nach Israel und in die Palästinensergebiete reisen. US-Präsident Bush glaubt daran, daß es innerhalb der nächsten vier Jahre einen eigenen Palästinenser-Staat geben kann. Die US-Regierung hält es für möglich, daß das so genannte Nahost-Quartett aus UNO, EU, USA und Rußland kurzfristig zusammen kommt. Das Treffen könne am Rande der Irak-Konferenz stattfinden, die für den 22. und 23. November in Ägypten geplant ist. - Bundes-Außenminister Fischer sagte am Freitagabend im ZDF, jetzt komme es darauf an, daß es neue, positive Impulse für die gesamte Region gebe. Gleichzeitig müssen die palästinensische Regierung demokratische Strukturen schaffen. - EU-Chefdiplomat Solana appellierte an Israel, den Dialog mit den Palästinensern wieder aufzunehmen. Zuallererst solle Israel aber den Ausbau der Sperranlagen und der Siedlungen auf palästinensischem Gebiet stoppen. - In Ramallah im Westjordanland ist der verstorbene Palästinenserpräsident am Freitag auf dem Gelände seines Hauptquartiers beigesetzt worden. Während der Beerdigung kam es zu tumultartigen Szenen.