27.10.2004

Nachrichtenarchiv 28.10.2004 00:00 Vatikan kritisiert Verdrängung der Religion aus der Politik

Der Vatikan beklagt eine Verdrängung der Religion aus der politischen Debatte. In einer Rede vor den Vereinten Nationen in New York sagte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls, Erzbischof Migliore, paradoxerweise könne mehr individuelle Freiheit zu mehr Intoleranz gegenüber öffentlichen Formen des Glaubens führen. Der Erzbischof beklagte, dass immer häufiger das Recht der Religionsgemeinschaften in Frage gestellt werde, gleichberechtigt an der öffentlichen demokratischen Debatte teilzunehmen. Das juristische und gesetzgeberische Bemühen um Religionsfreiheit werde so seines Inhalts entleert, so Migliore.