Der Weg zur Einbürgerung in Deutschland

 (DR)

Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss viele Hürden überwinden. Die erste ist eine finanzielle: 255 Euro kostet die Einbürgerung für Volljährige. Für Minderjährige, die mit ihren Eltern Deutsche werden, sind es 51 Euro. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gilt außerdem:

Acht Jahre sollte man bereits in Deutschland mit einer Aufenthaltserlaubnis gelebt haben, nur in Einzelfällen reichen sieben oder sechs. Ausländer, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind, müssen meist ihre alte Staatsbürgerschaft aufgeben.

Für seinen Lebensunterhalt muss man selbst sorgen, ohne auf Zahlungen wie Sozialhilfe angewiesen zu sein. Einbürgerungswillige müssen sich zudem zur "freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes" bekennen. Straftäter sind von der Einbürgerung ausgeschlossen.

Die Deutsch-Kenntnisse müssen dem Sprachniveau B1 entsprechen. Für die Tests des Goethe-Instituts muss man also Sätze verstehen wie "Die Bio-Gasanlage erzeugt jährlich doppelt so viel Strom, wie die Gemeinde verbraucht."

Außerdem muss, wer Deutscher werden will, den Einbürgerungstest bestehen. Dort kann zum Beispiel abgefragt werden, was ein Gerichtsschöffe ist, welcher Politiker für die "Ostverträge" steht und seit wann man in Deutschland mit dem Euro in bar bezahlt. (dpa/Stand 18.02.2017)