10.09.2004

Nachrichtenarchiv 11.09.2004 00:00 ZdK begrüßt Grundanliegen von Hartz IV, kritisiert aber zentrale Punkte

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) kritisiert zentrale Punkte des Hartz IV-Reformgesetzes. So sei es nur dann sinnvoll, den Bezug des Arbeitslosengeldes auf meist ein Jahr zu begrenzen, wenn genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stünden. Das sagte der Präsident des Komitees, Hans Joachim Meyer. Zudem werfe der Gesetzgeber alle Arbeitssuchenden gleichermaßen nach zwölf Monaten auf die Grundsicherung zurück. Eigenvorsorge werde nicht ausreichend belohnt. Die Grenzen für den Zuverdienst und geschütztes Vermögen seien zu eng. Politisch verheerend ist laut Meyer, daß Deutschland wegen der geringeren Grundsicherung in den neuen Bundesländern zweigeteilt werde. Zugleich begrüßt der Präsident des Zentralkomitees das Grundanliegen des Reformgesetzes, die Eingliederungschancen der Erwerbslosen zu verbessern. Plausibel sei auch, daß an die Stelle der parallelen Leistungen Arbeitslosen- und Sozialhilfe jetzt einheitlich das Arbeitslogengeld II trete.