11.08.2004

Nachrichtenarchiv 12.08.2004 00:00 Flüchtlingsrat: Berlin schiebt traumatisierte Flüchtlinge ab

Die Berliner Ausländerbehörde hat offenbar mehrere traumatisierte Bürgerkriegsflüchtlinge abgeschoben und dabei Familien auseinander gerissen. Der Berliner Flüchtlingsrat bezeichnete das Vorgehen der Behörden als "Ausländerpolitik mit der Brechstange". In den Fällen sei der Durchsetzung der Ausreisepflicht Vorrang vor der Achtung von Grund- und Menschenrechten eingeräumt worden, heißt es. Flüchtlingen, die infolge des Krieges an so genannten posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, soll auf Beschluß der Innenministerkonferenz ein weiterer Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden. Ausländerbehörden argumentieren jedoch oft, daß die Traumatisierung auch im Herkunftsland behandelt werden könne.