08.08.2004

Nachrichtenarchiv 09.08.2004 00:00 Tausende bei Montagsdemos gegen Arbeitsmarktreformen erwartet

Der Protest gegen die Hartz-IV-Arbeitsmarktreform hält vor allem in Ostdeutschland an. Nach bisherigen Ankündigungen sind für Montagabend zahlreiche Demonstrationen geplant, darunter in Berlin, Brandenburg, Halle, Suhl, Magdburg und Leipzig. Unterdessen ist ein Streit über den Begriff "Montagsdemonstration" ausgebrochen. Wirtschaftsminister Clement und ehemalige DDR-Bürgerrechtler sprechen von einer "Beleidigung der historischen Montagsdemonstrationen". Auch der Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Meyer, sprach sich gegen die Verwendung des Begriffes "Montagsdemonstration" aus. Demonstrationen seien gerechtfertigt, aber es sei nicht gut, dafür einen Begriff zu wählen, der wegen seiner bestimmten geschichtlichen Bedeutung unpassend sei. "Montagsdemonstrationen" hätten die Freiheit erst gesichert, in der Demonstrationen überhaupt erst möglich seien. - Die sogenannten Montagsdemonstrationen gingen 1989 in der DDR dem Zusammenbruch des SED-Regimes voraus.