01.08.2004

Nachrichtenarchiv 02.08.2004 00:00 Irak: Papst und Politik weltweit verurteilen Kirchen-Attentate

Religionsvertreter und Politiker weltweit haben die Anschläge auf Christen im Irak vom Sonntag scharf verurteilt. Papst Johannes Paul II. appellierte zugleich an Muslime, sich von Gewaltakten zu distanzieren. Die Attentate seien vor allem deshalb Besorgnis erregend, weil die Kirche sich stets an vorderster Front für den Frieden und die Solidarität mit dem irakischen Volk eingesetzt habe. Offenbar gebe es aber Kräfte, die die Spannungen verschärfen wollten. Die Bundesregierung zeigte sich besorgt und sprach von "menschenverachtenden Verbrechen". Der mit Rom verbundene chaldäische Patriarch von Bagdad, Delly, bezeichnete die Bombenanschläge als Attentate auf das gesamte irakische Volk.