27.07.2004

Nachrichtenarchiv 28.07.2004 00:00 Südafrika: Die Hälfte der Agrarflächen soll an Schwarze gehen

Die südafrikanische Regierung will die Landreform beschleunigen. Bis 2014 sollten Schwarze 50 Prozent allen landwirtschaftlich nutzbaren Bodens bewirtschaften, erklärte die Agrarministerin Didiza . Die südafrikanische Regierung steht zehn Jahre nach dem Ende der Apartheid unter wachsendem Druck, die Armut zu bekämpfen. Zurzeit befinden sich noch etwa 85 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen im Besitz von weißen Farmern. Diese reagierten auf Didizas Ankündigungen besorgt. Sie fürchten eine ähnliche Zuspitzung wie in den Nachbarländern Simbabwe und Namibia. In Simbabwe hat die Vertreibung weißer Farmer Empörung ausgelöst. In Namibia werden offenbar erste Landwirte unter Druck gesetzt, ihren Grund und Boden zu verkaufen. In Südafrika will die Regierung aber nur Ländereien von verkaufswilligen Farmern übernehmen.