20.06.2004

Nachrichtenarchiv 21.06.2004 00:00 Ärzte ohne Grenzen: Hilfe für Flüchtlinge im Sudan reicht nicht

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt erneut vor einer Hungerkatastrophe im West-Sudan. Die bisherige Hilfe für die Flüchtlinge sei völlig unzureichend, um eine Hungersnot zu vermeiden. Zehntausende Menschen könnten sterben. Das teilte die Hilfsorganisation heute in Berlin mit. Zudem seien die Vertriebenen in der Region Darfur weiterhin Angriffen und Vergewaltigungen durch die Milizen ausgesetzt, die auf Regierungsseite kämpfen. Dieselben Milizen, die zuvor zahlreiche Dörfer zerstört und viele Menschen getötet hätten, kontrollierten jetzt die Umgebung der Flüchtlingslager. - Nach eigenen Angaben arbeiten zur Zeit 90 internationale und rund 2.000 sudanesische Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in einer Region mit mehr als 400.000 Vertriebenen.