06.06.2004

Nachrichtenarchiv 07.06.2004 00:00 Regierung und Opposition für Neuregelung der Spätabtreibung

Union wie auch die rot-grüne Regierungsfraktion fordern eine Neuregelung von Spätabtreibungen nach der 23. Schwangerschaftswoche. Ärzte sollen künftig Schwangere vor jeder vorgeburtlichen Untersuchung umfassend über die Folgen aufklären, wünscht Rot-Grün laut Focus. Außerdem solle Spätabtreibungen eine psycho-soziale Beratung vorangehen. Betroffene Eltern müssten die Möglichkeit haben, sich über die Behinderung ihres Kindes und ein Leben mit ihm zu informieren. Die Vorstellungen der Union gehen noch weiter. Ob die Behinderung des Kindes eine Gefahr für das Leben der Schwangeren oder ihres seelischen Gesundheitszustandes darstelle und damit eine Abtreibung rechtfertige, solle ein Gremium aus Fachärzten und Psychologen entscheiden.