21.05.2004

Nachrichtenarchiv 22.05.2004 00:00 Misereor: Krise im Sudan gefährdet gesamte Region

Die Krise im Sudan droht das Nachbarland Tschad und die gesamte Region zu destabilisieren. Darauf hat das Hilfswerk Misereor hingewiesen. Die Flüchtlings­ströme zerstörten das soziale und politische Gleichgewicht im Tschad. Die Grenz­region zum Sudan sei extrem arm, Trinkwasser und Nahrungsmittel seien knapp. Der Tschad könne nicht unbegrenzt Tausende von Flüchtlingen auf­nehmen. Die Lage gerate außer Kontrolle, so Misereor. Hinzu komme, daß die Menschen in der Grenzregion zwischen Tschad und Sudan in ständiger Angst leben müßten vor den Bombardements durch sudanesische Milizen: Bei den Massakern an Zivilisten kämen unter anderen auch deutsche Schnellfeuerwaffen zum Einsatz. - MISEREOR bereitet zur Zeit nach eigenen Angaben zusammen mit weiteren Organisationen zur Zeit gemeinsame Hilfsaktionen für den Sudan vor.