27.04.2004

Nachrichtenarchiv 28.04.2004 00:00 Schon 26 Tote bei Unruhen in Ost-Indonesien

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat heute vor einer weiteren Eskalation der Gewalt im Osten Indonesiens gewarnt. Mindestens 26 Menschen seien seit Sonntag auf den Molukken-Inseln getötet und 180 verletzt worden. Jetzt bestehe die Gefahr, daß zusätzlich Hunderte muslimische Extremisten in die Kämpfe eingreifen. Dann könne sich der Kreislauf der Gewalt wiederholen, der von 1999 bis 2002 mindestens 13.000 Menschen das Leben kostete. Die Menschenrechtsorganisation betont aber, dass die Unruhen keinen religiösen Hintergrund haben. Sie würden vielmehr gezielt von extremistischen Kräften geschürt. Dadurch solle die indonesische Regierung vor den Präsidentschaftswahlen am 5. Juli destabilisiert werden.