26.04.2004

Nachrichtenarchiv 27.04.2004 00:00 Wirtschafts-Forscher prognostizieren geringeres Wachstum

Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben in Berlin ihr mit Spannung erwartetes Frühjahrsgutachten vorgelegt. Nach Einschätzung der sechs löst sich die deutsche Wirtschaft nur langsam aus der Stagnation. Die Institute gehen in diesem und im nächsten Jahr nur noch von 1,5 Prozent Wachstum aus. Sie revidierten damit ihre Herbstprognose von 1,7 Prozent nach unten. Die Neuverschuldung werde 2005 bei etwa 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen und damit das vierte Mal in Folge die Defizitgrenze des Europäischen Stabilitätspaktes reißen. Damit droht neuer Konflikt mit der EU-Kommission. Uneins sind die Institute über die Gegenmaßnahmen. Die Mehrheit plädiert jedoch für einen harten Sparkurs.