25.03.2004

Nachrichtenarchiv 26.03.2004 00:00 Kirche: Strengste Bedingungen für militärische Gewalt

Selbst Kriege zur Sicherung oder Wiederherstellung von Menschenrechten können nur dann legitim sein, wenn alle gewaltfreien Lösungsversuche ausgeschöpft sind. Eine heute in Bonn vorgestellte Studie der bischöflichen Kommission Justitia et Pax formuliert klare Bedingungen für die Anwendung von militärischer Gewalt. Der Militäreinsatz müsse vom UN-Sicherheitsrat angeordnet, auf die Wahrung von Menschenrechten ausgerichtet und von Maßnahmen zur Sicherheit der Zivilbevölkerung begleitet sein. Der Trierer Weihbischof Schwarz äußerte sich auch zu gezielten Anschlägen, wie sie von Israel gegen Führer von Terrororganisationen geführt werden: Es gebe von der katholischen Kirche aus keine Handhabe für ein solches Vorgehen. Deshalb sei es schwer verwerflich. Alle Begründungen, die gesucht worden sind, könnten kirchlicherseits nicht akzeptiert werden. Die Würde des Menschen sei höher als das, was mit einer solchen Intervention erreicht werden könne. Der gesamte rechtsstaatliche Bereich werde mit derartigen Anschlägen völlig übersprungen. - Soweit Bischof Schwarz.