18.03.2004

Nachrichtenarchiv 19.03.2004 00:00 Kopftuch-Streitgespräch: neue Erfahrungen durch Dialog

Die Debatte um das Tragen von Kopftüchern hält weiter an. Bundesfamilienministerin Schmidt hat sich im "Kölner Stadt-Anzeiger" für ein Kopftuch-Verbot für Lehrerinnen an öffentlichen Schulen ausgesprochen. Der Kopftuch-Streit war auch Thema beim "Dellbrücker-Forum". Unter dem Titel: "Kopftuch, Kreuz und Kippa, wieviel Religion im Staat" setzten sich Politiker und Vertreter der Religionen mit dem Thema auseinander. Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Kock sieht keinen prinzipiellen Unterschied zwischen dem muslimischen Kopftuch und dem christlichen Kreuz als religiösen Symbolen. Entscheidend seien die Menschen, die das Kopftuch tragen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bosbach hingegen sprach sich für ein Kopftuch-Verbot im öffentlichen Dienst aus. Die muslimische Frauenrechtlerin El-Ammarine plädierte für den Erhalt jedweder religiöser Symbole. Für eine völlige Trennung von Religion und Staat sprach sich der jüdische Publizist Guttmann aus. Der Leiter der Diskussionsrunde, Arnd Henze erklärt im domradio, daß die Teilnehmer aufgewühlt und mit vielen neuen Fragen nach Hause gegangen sind. Besser ginge es nicht.