17.03.2004

Nachrichtenarchiv 18.03.2004 00:00 Rechtslage zur Wehrgerechtigkeit weiter unklar

Die Einberufung eines Wehrpflichtigen in die Bundeswehr ist keine willkürliche Diskriminierung oder Benachteiligung . Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz. Zwar sei die Rechtslage zum Grundsatz der Wehrgerechtigkeit weiter unklar. Trotzdem müsse das  private Interesse hinter dem öffentlichen Interesse an einer ungehinderten Einberufung zurücktreten, erklärten die Richter. Sie verwarfen damit die Argumente eines 22-jährigen Wehrpflichtigen. Gegen seine Einberufung hatte er persönliche Nachteile auf dem Arbeitsmarkt und Ungleichbehandlung gegenüber der großen Zahl nicht einberufener Wehrpflichtiger angeführt.