16.03.2004

Nachrichtenarchiv 17.03.2004 00:00 Hengsbach: Regierung verliert sich in Reformen

Als "Reformspektakel" hat der katholische Sozialethiker Friedhelm Hengsbach die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung kritisiert. Jahrhundertwerke seien angekündigt gewesen, am Ende sei es beim "Sparen, Kürzen, Streichen" geblieben. Das sagte der Jesuitenpater in Frankfurt beim Jahresempfang der evangelischen Diakonie in Hessen und Nassau. So lange der menschliche Faktor ausgeblendet bleibe, erzeugten hektisch diskutierte Einsparungen ein depressives Klima. Hengsbach wies darauf hin, dass neue Märkte erschlossen werden könnten, etwa durch eine ökologische Umsteuerung der Energie- und Verkehrssysteme.