06.03.2004

Nachrichtenarchiv 07.03.2004 00:00 Roth: Folterverbot muß ausnahmslos gelten

Politiker und Menschenrechtler haben sich besorgt über eine Infragestellung des Folterverbots in Deutschland gezeigt. Auch wenn es "unerträgliche Situationen" geben könne, dürfe man überhaupt nicht anfangen, mögliche Ausnahmen des Folterverbots zu erwägen. Das sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Roth. - Die Debatte über Folter war in Deutschland aufgeflammt, nachdem der Entführer des elfjährigen Jakob von Metzler mit Folter bedroht worden war. Der Frankfurter Polizei-Vizepräsident Daschner wollte damit im Oktober 2002 den Entführer zwingen, den Aufenthaltsort des Kindes preiszugeben.