23.02.2004

Nachrichtenarchiv 24.02.2004 00:00 Massaker in Norduganda erstes Verfahren des Internationalen Strafgerichtshofes

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag wird den blutigen Überfall auf ein Flüchtlingslager in Norduganda vom vergangenen Samstag untersuchen. Das Massaker mit mehr als 200 Toten gehöre zu den schwersten Verbrechen in dem ostafrikanischen Land seit 1995, teilte eine Gerichtssprecherin in Den Haag mit. Rebellen der «Widerstandsarmee des Herrn» (LRA), die einen Gottesstaat errichten wollen, hatten wahllos Männer, Frauen und Kinder ermordet. Uganda wird damit der erste Fall des Weltgerichtes, das im Juli 2002 zur Verfolgung von Völkermord eingerichtet wurde. Die Regierung Ugandas hatte den Strafgerichtshof im Dezember über die Lage im Norden des Landes informiert.