21.02.2004

Nachrichtenarchiv 22.02.2004 00:00 GfbV: Türkei unterdrückt nach wie vor Minderheiten

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundeskanzler Schröder appelliert, die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union derzeit nicht zu unterstützen. Die Türkei unterdrücke nach wie vor die 15 bis 20 Millionen Kurden im Land. Christliche Minderheiten würden ungebrochen diskriminiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker erklärte heute in Göttingen, die Zulassung der kurdischen Sprache in Medien und im Schulunterricht sei nicht einmal im Ansatz verwirklicht. Auch lasse die Amnestie für 6500 politische Gefangene auf sich warten. 2,5 Millionen aus ihren Dörfern vertriebenen Bauern dürften nicht zurückkehren. Eine Kampagne des türkischen Erziehungsministeriums gegen christliche Minderheiten widerspreche der offiziell verlautbarten Toleranz gegen religiöse Minderheiten, so die Gesellschaft für bedrohte Völker. - Bundeskanzler Schröder reist heute in die Türkei und trifft dort morgen mit dem Türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zusammen.