18.02.2004

Nachrichtenarchiv 19.02.2004 00:00 Hospiz Stiftung fordert bessere Ärzteausbildung

Nach der Verhaftung der Langenhagener Krebs-Ärztin fordert die Deutsche Hospiz Stiftung eine bessere Ausbildung und Aufklärung von Ärzten über die Behandlung sterbenskranker Menschen. Die 54-jährige Ärztin, die verdächtigt wird, mindestens acht Patienten durch zu hohe Morphingaben getötet zu haben, war am Mittwoch verhaftet worden. Die Hospiz-Stiftung verwies auf eine Studie, nach der 49 Prozent der Ärzte das Abschalten eines Beatmungsgerätes fälschlicherweise als aktive Sterbehilfe werten. Auch über die Gabe von Morphinen herrsche große Verunsicherung. Die Stiftung kritisierte gleichzeitig, dass die beschuldigte Ärztin offenbar bei der Behandlung der schwerstkranken Patienten ganz auf sich allein gestellt gewesen sei.