25.01.2004

Nachrichtenarchiv 26.01.2004 00:00 Fidel Castro schenkt Orthodoxen eine Kirche

Die kommunistische Regierung Kubas hat den orthodoxen Christen des Landes eine Kirche geschenkt. Mit der Weihung der Sankt-Nikolaus-Kathedrale in Havanna wurde erstmals seit der Revolution 1959 ein neues christliches Gotteshaus geschaffen. An der Messe, die der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. leitete, nahm auch Staats- und Parteichef Fidel Castro teil. In seiner Predigt forderte Bartholomaios I., geistliches Oberhaupt von rund 250 Millionen orthodoxen Christen mit Sitz in Istanbul, ein Ende des US-Handelsembargos gegen Kuba. In Kuba sind nur etwa 2000 der mehr als elf Millionen Einwohner orthodoxe Christen. Kuba war nach der Revolution 1959 offiziell ein atheistischer Staat geworden. Seit einer Verfassungsreform von 1991 dürfen Christen auch Mitglied der kommunistischen Partei werden.