15.01.2004

Nachrichtenarchiv 16.01.2004 00:00 Caritas: Zustehende Sozialleistungen werden oft verweigert

Sozialrechtsexperten von Caritas und Diakonie schlagen Alarm. In vielen Fällen würden Armen, chronisch kranken, behinderten oder pflegebedürftigen Menschen ihre Rechte vorenthalten. Sozialämter und andere so genannte Sozialleistungsträger verweigerten oftmals in rechtswidriger Weise gesetzlich zustehende Leistungen. Die Betroffenen würden dadurch in akute Notlagen gebracht, außerdem seien die Begründungen manchmal geradezu menschenverachtend und diffamierend. Das geht aus einer Erklärung von Caritas und Diakonie hervor. Bei den knappen Kassen der Kommunen seien Sozialhilfeempfänger bevorzugte Opfer für direkt oder indirekt formulierte Sparabsichten. Die Erklärung zitiert einzelne Verwaltungsanweisungen, bei denen es sich um eine Aufforderung zur Mißachtung des Gesetzes handelt.