31.12.2003

Nachrichtenarchiv 01.01.2004 00:00 Burundi: Jetzt auch Todesdrohung gegen Erzbischof Ntamwana

Ein Ultimatum von 30 Tagen zum Verlassen des Landes hat die burundische Rebellenarmee FNL dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Simon Ntamwana, gestellt. Das Ultimatum überschattete die Totenmesse für den Apostolischen Nuntius, Erzbischof Michael Courtney, zu der gestern Mittag 1.500 Menschen gekommen waren. Die Drohung gegen den Erzbischof ist eine Reaktion auf dessen Anschuldigungen gegen die FNL. Er hatte die Rebellen als die wahrscheinlichen Mörder des Nuntius bezeichnet. Wenn Ntamwana trotz des Ultimatums im Land bleibe, riskiere er einen baldigen Tod. Sein Vorgänger auf dem Stuhl des Erzbischofs von Gitega kam vor sieben Jahren bei einem Attentat ums Leben.