13.11.2003

Nachrichtenarchiv 14.11.2003 00:00 UN: Marokko setzt im Antiterrorkampf Folter ein

Marokko setzt im Kampf gegen den Terrorismus zunehmend die Folter ein. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) in Genf  für die UN erstellt hat. Danach steige die Zahl der Misshandlungen, obwohl das nordafrikanische Land 1993 die internationale Konvention gegen Folter ratifiziert habe. Das nach den Anschlägen von Casablanca erlassene Anti-Terror-Gesetz habe die Anwendung der Todesstrafe ausgeweitet und die Untersuchungshaftzeiten verlängert . Zudem könnten die Behörden Verdächtige ohne Angabe besonderer Gründe inhaftieren. Bei der Anschlagsserie in Casablanca waren im Mai mehr als 40 Menschen getötet worden.