"Es war eine richtige Entscheidung diesen Weg zu gehen", bilanziert Bischof Overbeck den Dialogprozess am Mittwoch am Rande der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda. Die Bischöfe hatten den Dialog nach der Missbrauchskrise ins Leben gerufen, um verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen.
Im Bistum Essen seien die Angebote auf reges Interesse gestoßen. Es habe sechs große Dialogforen zu Themen der Seelsorge gegeben, gut besuchte Diskussionen zum Beispiel über den Umgang mit Wiederverheirateten in der Bistumsakademie Wolfsburg und darüber hinaus einen interner Dialog mit Priestern, Gemeindereferenten und Diakonen. "Das zusammengebunden hat ganz viel Dynamik erzeugt", so Overbeck. Auf dieser Grundlage habe das Essener Bistum nun ein Bündel von Adjektiven zusammengestellt: Die Kirche solle "berührt, wach, vielfältig, lernend, gesendet, wirksam und nah" sein. Wie das konkret aussehen könne, das sei nun der nächste Schritt im Dialogprozess.
Jede Diözese müsse ihre eigenen Erfahrungen mit dem Dialogprozess machen, urteilt Overbeck. Schlüssel zum Gelingen seien aber Vertrauen und Offenheit auf dem Weg hin zur Erneuerung. "Die Kirche braucht Bewegung in einem Prozess, wo generelle Perspektiven klar sind, aber sich vieles auf dem Weg entwickeln darf."