10.10.2005

Nachrichtenarchiv 11.10.2005 00:00 Kirche hat Bedenken gegen Kopftuchverbot in NRW

Die katholische Kirche äußert "große Bedenken" gegen das von Schwarz-Gelb geplante Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen in Nordrhein-Westfalen. Prälat Karl-Heinz Vogt, Leiter des Katholischen Büros, befürchtet, dass eine Lösung nach baden-württembergischem Modell vor dem Bundesverfassungsgericht landet.

Die katholische Kirche äußert "große Bedenken" gegen das von Schwarz-Gelb geplante Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen in Nordrhein-Westfalen. Prälat Karl-Heinz Vogt, Leiter des Katholischen Büros, befürchtet, dass eine Lösung nach baden-württembergischem Modell vor dem Bundesverfassungsgericht landet. Das Gericht werde es womöglich nicht dulden, wenn das Kopftuch verboten werde, Kreuz und Kippa aber erlaubt blieben. Bisherige Urteile legten diesen Trend nahe. Am Ende gebe es eine laizistische Lösung wie in Frankreich, wo alle religiösen Symbole in Schulen verboten sind.Prälat Karl-Heinz Vogt im domradio-Interview: