08.05.2005

Nachrichtenarchiv 09.05.2005 00:00 60 Jahre nach Kriegsende - Feierlichkeiten in Moskau

Mehr als 50 Staats- und Regierungschefs feiern mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den 60. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. Die baltischen Präsidenten bleiben jedoch fern oder nehmen nur unter Protest teil, weil Russland die Okkupation des Baltikums verteidigt. Die Balten verlangen, dass Moskau die Einverleibung des Baltikums als Okkupation und den Molotow-Ribbentrop-Pakt, in dem Deutschland und die Sowjetunion 1939 die Aufteilung Polens und des Baltikums besiegelten, als völkerrechtswidrig anerkennt.

Mehr als 50 Staats- und Regierungschefs feiern mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den 60. Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland. Die baltischen Präsidenten bleiben jedoch fern oder nehmen nur unter Protest teil, weil Russland die Okkupation des Baltikums verteidigt. Die Balten verlangen, dass Moskau die Einverleibung des Baltikums als Okkupation und den Molotow-Ribbentrop-Pakt, in dem Deutschland und die Sowjetunion 1939 die Aufteilung Polens und des Baltikums besiegelten, als völkerrechtswidrig anerkennt. Noch vor Kurzem rechtfertigte Präsident Wladimir Putin den Pakt als notwendig zur "Sicherung der Staatsgrenzen und der Staatsinteressen". Nie werde er sich bei den Balten entschuldigen. Ein Interview mit dem Focus-Korrespondenten, Boris Reitschuster, live vom Roten Platz in Moskau.