11.01.2005

Nachrichtenarchiv 12.01.2005 00:00 Rechtsmäßigkeit von heimlichen Vaterschaftstests wird geprüft

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe befasst sich heute mit der Rechtmäßigkeit von heimlichen Vaterschaftstests. Es geht vor allem um die Frage, ob ein heimlich eingeholtes Gen-Gutachten bei Vaterschaftsklagen verwendet werden darf. Justizministerin Zypries arbeitet an einem Gendiagnostikgesetz, das heimliche Vaterschaftstests verbietet.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe befasst sich heute mit der Rechtmäßigkeit von heimlichen Vaterschaftstests. Es geht vor allem um die Frage, ob ein heimlich eingeholtes Gen-Gutachten bei Vaterschaftsklagen verwendet werden darf. Justizministerin Zypries arbeitet an einem Gendiagnostikgesetz, das heimliche Vaterschaftstests verbietet. Selbstverständlich solle ein Mann eine mögliche Vaterschaft feststellen lassen können, so Zypries. «Dafür gibt es Verfahren.» Es müsse aber verhindert werden, «dass sich jedermann solches leicht zu erlangende genetische Material besorgt und testen lässt».Ingrid Rasch, Leiterin der Katholischen Erziehungs- und Familienberatungsstelle in Köln, über das Für und Wider von Vaterschaftstests.