07.06.2004

Nachrichtenarchiv 08.06.2004 00:00 Im Kongo droht ein neuer Krieg

Seit einigen Tagen eskaliert die Situation im Osten Kongos. Rebellen hatten die Stadt Bukavu eingenommen, weil dort nach ihrer Darstellung kongolesische Tutsi verfolgt wurden. Der Weltsicherheitsrat verurteilte die Besetzung. Die Aufständischen stellten eine ernsthafte Gefahr für den Friedensprozess dar und müssten ihre Aktionen unverzüglich einstellen, heißt es in der Erklärung.

Seit einigen Tagen eskaliert die Situation im Osten Kongos. Rebellen hatten die Stadt Bukavu eingenommen, weil dort nach ihrer Darstellung kongolesische Tutsi verfolgt wurden. Der Weltsicherheitsrat verurteilte die Besetzung. Die Aufständischen stellten eine ernsthafte Gefahr für den Friedensprozess dar und müssten ihre Aktionen unverzüglich einstellen, heißt es in der Erklärung. Das UN-Gremium wirft den Rebellen Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten vor. Der Bürgerkrieg in Kongo war erst im vergangenen Jahr zu Ende gegangen. Er endete mit der Einsetzung einer Übergangsregierung. Einige frühere Rebellenkommandeure widersetzen sich jedoch einem Abkommen, wonach die Kämpfer in die neue kongolesische Armee integriert werden sollen. Zum Thema: das domradio-Interview mit Friedemann Köngeter von Caritas International, zur Zeit im Kongo. Das dortige Büro der Caritas wurde geplündert.