Diskussion um Abtreibungsgesetze in Polen
Diskussion um Abtreibung in Frankreich

24.09.2018

48.000 Franzosen unterschreiben Petition zur Abtreibung Diskussion über Gewissensklausel

Eine Online-Petition zur Aufhebung der Gewissensklausel bei Abtreibungen in Frankreich hat bis Montagvormittag rund 48.200 Unterzeichner gefunden. Zuvor hatte der Gynäkologenverband Abtreibung als "Tötung" bezeichnet.

Die Erklärung werfe ein Licht auf die aktuelle Situation im Land, zitiert die Zeitung "La Croix" die Initiatorin der Petition, Madeline Da Silva. Viele Frauen hätten keinen Zugang zu Abtreibungen, weil sich Ärzte aus Gewissensgründen weigerten, sie durchzuführen.

Im August war bekannt geworden, dass ein Krankenhaus im französischen Departement Sarthe keine Schwangerschaftsabbrüche mehr vornimmt. Alle drei dort beschäftigten Gynäkologen berufen sich auf Gewissensgründe. Mitte September hatte der Präsident des Gynäkologenverbandes "Syngof", Bertrand de Rochambeau, erklärt, er sehe Abtreibung als "Tötung".

Ministerium ordnet Überprüfung an

Mit dieser Äußerung stieß er eine Debatte an. Die Staatssekretärin für Gleichstellung, Marlene Schiappa, zeigte sich über die Äußerung verärgert und betonte, sie werde sich entschlossen für den Zugang zu Abtreibung einsetzen. Ähnlich äußerte sich auch Gesundheitsministerin Agnes Buzyn. Sie ordnete zudem eine Überprüfung der aktuellen Situation hinsichtlich des Zugangs zu Abtreibung an.

(KNA)