Bischöfe nach einem Gottesdienstbesuch mit Ordensschwestern
Bischöfe nach einem Gottesdienstbesuch mit Ordensschwestern

17.01.2018

Bischofsgruppe besucht deutsche Einrichtungen im Heiligen Land Bereicherndes Zusammenleben

​Die Teilnehmer des internationalen Bischofstreffens im Heiligen Land haben dazu aufgerufen, Werte wie Menschenwürde und Koexistenz stärker zu vermitteln. Sie besuchten verschiedene Einrichtungen des Deutschen Vereins vom Heiligen Land.

Der irische Bischof Donal McKeown (Derry) sagte zu Studierenden der Krankenpflegeschule in Emmaus-Qubeibeh: "In einer gespaltenen Welt zeigt ihr, dass ein Zusammenleben möglich und bereichernd ist." Zuvor hatten die Bischöfe das Pflegeheim der Salvatorianerinnen in Emmaus-Qubeibeh besucht.

Am Mittwochnachmittag stand ein Besuch der deutschen Schmidt-Schule in Jerusalem auf dem Programm. Das Pflegeheim und die Krankenpflegeschule gebe den jungen Menschen etwas, dass ihnen niemand nehmen könne, sagte McKeown der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

"Die Schwestern glauben an die jungen Menschen und begegnen ihnen mit Würde, so dass diese nun an sich selbst und an ihre Nachbarn glauben und anderen Menschen mit Würde begegnen wollen. Sie haben eine Perle gefunden, für die sie alles geben würden", so der Bischof.

Solidarität als wichtiger Bestandteil

In einer schwierigen Realität wie in Palästina die Hoffnung aufrechtzuerhalten, sei eine der größten Herausforderungen, sagte der Vizekanzler der für die Krankenpflegeausbildung Verantwortlichen Universität Bethlehem, Peter Bray. Gleichzeitig sei die Solidarität in Besuchen vor Ort, aber auch in den verschiedenen Heimatländern ein wichtiger Beitrag auf der Suche nach einem gerechten Frieden.

"Wenn dieser Friede kommt, brauchen wir Menschen, die bereit sind, ein neues Palästina zu gestalten - zu ihrer Ausbildung tragen wir bei", so der Ordensmann.

Fruchtbare Partnerschaft

Der 2007 in Partnerschaft mit den Salvatorianerinnen und dem Deutschen Verein vom Heiligen Land (DVHL) gegründete Ausbildungszweig der Universität bildet gegenwärtig 100 Studentinnen und Studenten aus. Die Beschäftigungsquote der Absolventen liegt bei 95 Prozent. Im vom DVHL unterstützten Pflegeheim betreuen Salvatorianerinnen 34 Frauen, ein Drittel davon mit Behinderung.

Das muslimisch-palästinensische Dorf Emmaus-Qubeibeh liegt zwölf Kilometer nordwestlich von Jerusalem und ist zusammen mit weiteren Dörfern vollständig von den israelischen Sperrmauer umschlossen. Der Ort ist einer von drei Orten, die als das biblische Emmaus verehrt werden.

(KNA)